ALBUM

Mehr vom Gleichen und Guten

von Redaktion

Gemeinsam mit dem Saxofonisten Eddie Harris zeichnet der Pianist Les McCann für eines der erfolgreichsten Alben der Jazzgeschichte verantwortlich: „Swiss Movement“ verkaufte sich 1969 wie geschnitten Brot und bescherte dem Label Atlantic einen Geldsegen. Der Nachfolger hieß dann „Much Les“, was sich zumindest klanglich als „viel weniger“ übersetzen ließe. Stimmt aber nicht, es ist mehr vom Gleichen und Guten: McCann wird diesmal begleitet von Bassist Leroy Vinnegar und Drummer Donald Dean, aufgepeppt mit Conga-Synkopen und dick mit Streichern glasiert. Die klingen aber nur selten nach Sirup, sondern sorgen im Eröffnungsstück „Doin’ that Thing“ sogar für Agententhriller-Atmosphäre. „Burnin’ Coal“ borgt sich den Latin-Groove beim Kollegen Ray Barretto und Cole Porters „Love for Sale“ erhält sogar eine Funk-Behandlung. Die Neu-Ausgabe auf Speakers Corner ist klanglich erste Sahne.

Les McCann

„Much Les“ (Atlantic / Speakers Corner)


★★★★★ Hervorragend

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