UNSERE KURZKRITIKEN

Ein besonderes Leben

von Redaktion

Im vergangenen Mai starb Margot Friedländer im Alter von 103 Jahren. Die gebürtige Berlinerin überlebte die Shoah als Einzige in ihrer Familie. Dieses Buch ist eine tiefe Verneigung vor ihrer Biografie und diesem ungewöhnlichen Menschen. Markus C. Hurek begleitete mit seiner Kamera Friedländer zu ihren Auftritten, porträtierte sie in ruhigen Momenten, besuchte sie zu Hause. Seine wohlgesetzten Schwarz-Weiß-Fotos treffen auf Zitate dieser kleinen großen Frau. Pianist Igor Levit verfasste ein sehr persönliches, lesenswertes Vorwort. Das Buch ist eine gelungene Hommage, die gerne noch sehr viel tiefer und gründlicher hätte eintauchen dürfen – doch dafür sind 130 Seiten schlicht zu wenig. Am 27. Januar erinnert das Literaturhaus München in Kooperation mit dem NS-Dokuzentrum an Margot Friedländer. Der Abend am Salvatorplatz 1 beginnt um 19 Uhr; Karten unter Telefon 0761/ 88 84 99 99.LEIC

Markus C. Hurek:

„Margot Friedländer. Eine Stimme für das Leben“.
Elisabeth Sandmann Verlag, 130 Seiten; 20 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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