Das Zeichnen war für diesen Künstler, was für andere Menschen das tägliche Brot ist: existenziell und überlebenswichtig. Mit Bleistift, Kreide, Feder und Pastell sammelte er Motive, suchte nach neuen formalen Lösungen und Ansätzen für seine Bilder, entwickelte vielschichtige Kompositionen und formte seine Weltanschauung. „Nicht von ungefähr prägte Wilhelm Hausenstein für den Künstler 1921 den Begriff ,Malerzeichner‘“, schreibt das Herausgeber-Team an einer Stelle dieses Bildbandes. Das Buch versammelt rund 80 Zeichnungen Beckmanns (1884-1950) aus allen Schaffensphasen in hervorragender Reproduktion. Stephan von Wiese blickt in seinem Essay auf dessen zeichnerisches Werk zwischen den Weltkriegen, während Hedda Finke in ihrem Beitrag den Weg von der Skizze zum Bild beleuchtet. Spannend!PK
Hedda Finke (Hrsg.):
„Beckmann. Zeichnungen“. Hirmer, 188 Seiten; 45 Euro.
★★★★★ Hervorragend