IN KÜRZE

Julian Barnes nimmt Abschied

von Redaktion

Julian Barnes wird heute 80 Jahre alt und veröffentlicht zu diesem Anlass sein letztes Buch: „Abschied(e)“. Warum das letzte? Barnes – einer der bedeutendsten britischen Schriftsteller seiner Generation – hat Krebs. Das bedeutet nicht, dass er unmittelbar vor dem Ende steht. Seine Ärzte haben die Krankheit als „nicht heilbar, aber beherrschbar“ eingestuft. Er lebt schon seit Jahren damit. Und noch immer macht er Pläne, so will er am 7. März in Köln das Literaturfestival Lit.Cologne eröffnen. Dort ist er seit vielen Jahren Stammgast. Gleichzeitig lässt sich aber nicht daran rütteln: Das Ende ist in Sicht.

Für seine zahlreichen Fans, gerade auch in Deutschland, die Klassiker wie „Flauberts Papagei“ und „Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln“ lieben, ist das eine sehr traurige Nachricht. Die sehr direkte Art, in der Barnes seinen Leserinnen und Lesern in seinem jetzt erschienenen Werk Lebewohl sagt, dürfte in der Tat beispiellos sein. „Ich werde ‚Sie‘ vermissen“, schreibt er ganz schlicht, um dann nachzuschieben: „Was immer das heißt. Jedes Wort in diesem Satz wird vom Tod entkräftet und untergraben.“ Barnes dankt seinem Publikum dafür, dass es ihm all die Jahre die Treue gehalten habe – „unsichtbar und doch im Hintergrund wirkend, wie mein Krebs“. DPA

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