Gut fünf Jahre ist es her, dass der Großmeister des grotesk überzeichneten Gruselrocks zuletzt zu den Fans sprach, ach was: sie formvollendet anbrüllte. „The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy“ hieß der gewohnt sperrig betitelte Geniestreich. Vergleichsweise wortkarg wirkt der Titel des für Ende Februar angekündigten Nachfolgers: „The Great Satan“. Nun ist mit „Heathen Days“ nach „Punks and Demons“ die zweite Vorabsingle erschienen und macht mächtig Appetit auf das neue Werk des berserkernden Horrorfilm-Fans. „Heathen Days“ stampft mit gewohnt bestialischer Industrial-Metal-Gewalt vor sich hin und kommt wie „Punks and Demons“ mit nicht mal zweieinhalb Minuten Spielzeit auf knappes Punkrock-Format. Es fällt auf, dass der Grundton ein paar Schwarzwerte tiefer ausfällt als bisher, das Geknüppel scheint noch roher. Man könnte fast, meinen, Herr Zombie meint’s ernst!CU
Rob Zombie:
„Heathen Days“ (Nuclear Blast).
★★★★★ Hervorragend