ALBUM

Im Mozart-Glück

von Redaktion

Viel kommt gerade in Salzburg zusammen. Ein Chefdirigent, der sich auch in der zweiten Saison noch im Honeymoon mit seinem Mozarteumorchester befindet. Und eine CD-Edition, die das dokumentiert. Roberto González-Monjas ist eigentlich Geiger, folgerichtig leitet er die fünf Mozart-Konzerte als solistischer Primus inter pares. Historische Aufführungspraxis: klar. Doch der 37-Jährige macht daraus nichts Akademisches, sondern reinste Lust – so wie auch bei der Mozartwochen-„Zauberflöte“ (Seite 16). Ein temperamentvoller Stilist, von dem sich das Orchester gern anstecken lässt. Trotzdem gerät die Musik nie ins Schwitzen, zumal González-Monjas ein klangliches Kontrastmittel bietet. Der Spanier spielt nicht mit harschem, aufgerautem Ton. Der Klang seiner Guarneri ist schlank, fein und edel. Salzburg (und wir Hörer) im Mozart-Glück. TH

Mozart:

Violinkonzerte. Mozarteumorchester,
Roberto González-Monjas (Berlin Classics).


★★★★★ Hervorragend

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