Die Idee ist pfiffig, die Umsetzung teilweise leider mau: Das bekannte Kinderlied „Wer will fleißige Handwerker sehen?“ umzudichten und mit den Einhörnern das klischeehaft männliche Hämmern und Bauen auch den Mädls schmackhaft zu machen, ist wirklich gut. Warum sollten die Fabelwesen immer nur hübsch rosa-glitzernd auf einer Lichtung posieren, wenn sie genauso gut mit Schutzhelm und Hammer ausgestattet zupacken können? Gesagt, gewerkelt – prima! So also fahren die Einhörner hier Bagger, Kran und Co. und bauen sich ihr Traum-Schlösschen einfach Stein für Stein selbst. Von diesen fleißigen Handwerkern der Illustratorin Marta Costa können sich alle etwas abschauen, vor allem deren Mut und Durchhaltevermögen. Die vom Verlag hochgepriesenen „frechen“ Reime von Nicola Anker fallen dagegen stark ab. Sie sind fad, trivial und vor allem uninspirierend. Schade. Ab zwei Jahren.AMA
Nicola Anker:
„Wer will fleißige Einhörner sehn?“.
Magellan, 24 Seiten; 13 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar