Fürs Lebenswerk geehrt: York Höller. © Thomas Arendt
Der Deutsche Musikautorenpreis der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) geht in diesem Jahr an den Kölner Komponisten York Höller. Mit bahnbrechenden Werken wie seiner Oper „Der Meister und Margarita“ zähle der 82-jährige, mittlerweile erblindete Künstler weltweit zu den prägenden Komponistenpersönlichkeiten unserer Zeit, teilten die Stifter mit. Als Grenzgänger versöhne der Komponist die Neue-Musik-Szene und den konventionellen Musikbetrieb.
Höller sei stets unabhängig von Dogmen und Modeerscheinungen seinen eigenen Weg gegangen, so die Jury. Zu Einflüssen aus indischer und arabischer sowie mittelalterlicher Traditionen aus Europa kämen elektronische und pop-musikalische Elemente.
Der 1944 in Leverkusen geborene York Höller studierte in den Sechzigerjahren an der Kölner Musikhochschule unter anderem bei Bernd Alois Zimmermann Komposition sowie Klavier und Orchesterleitung. Auf Einladung von Karlheinz Stockhausen arbeitete er ab 1971 in Köln im Studio für elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Mit seinen dort entstandenen Kompositionen wurde er international bekannt.
Der Deutsche Musikautorenpreis wurde im Jahr 2009 von der Gema ins Leben gerufen, um Komponisten und Textdichter der deutschen Musikbranche für herausragende Leistungen zu würdigen. MICHAEL BOSSE