Das Wandern war ein Ur-Thema, ein Kernbild für Schubert: die Rastlosigkeit. Die Sehnsucht, woanders zu sein, auf der steten Suche nach etwas Unerfüllbarem. Kein Wunder, dass Joel Frederiksen bei Schubert Station macht. Auch er im Herzen ein Wanderer: Zwischen den Jahrhunderten, von Renaissance bis Leonard Cohen. Zwischen fremder Heimat und vertrauter Fremde. Am heutigen Donnerstagabend lässt seine Bass-Stimme leise Lieder aus dem „Schwanengesang“ flehen. Frederiksens gewohnte Laute ruht dabei in der Stubenecke. An ihrer statt erklingt ein originaler Hammerflügel von 1815, aus der Münchner Werkstatt von Louis Dulcken. Lukas Sehr wird darauf nicht nur begleiten, sondern auch drei Sätze aus Schuberts letzter Klaviersonate in B-Dur zu Gehör bringen. Und dazu eine fremde Facette Schuberts: Zwei humorvolle italienische Lieder! Infos: joelfrederiksen.com.WIL
Joel Frederiksen
„Aufenthalt“ – Lieder für eine Bassstimme mit Begleitung
des Pianoforte von Franz Schubert, 20 Uhr, Bayerisches Nationalmuseum.