„Dieses Genre ist einfach sehr gut“: In „Fabian und die mörderische Hochzeit“ spielt Bastian Pastewka (hier mit Tamara Ginés) einen Hochstapler, der zum Ermittler wird. © Amazon Prime
Er zählt zu den beliebtesten Komikern Deutschlands – Bastian Pastewka, bekannt geworden mit der „Wochenshow“ und der Sitcom „Pastewka“ (beide Sat.1). In der Krimikomödie „Fabian und die mörderische Hochzeit“, zu sehen ab heute bei Amazon Prime, spielt der 53-Jährige einen Hochstapler, der auf der Flucht vor Gangstern in eine Hochzeitsgesellschaft gerät. Und dann wird auch noch eine Leiche entdeckt.
Sie spielen einen Kriminellen, der zum Mordermittler wird. Wie viel kriminelle Energie haben Sie selbst?
Keine! Ich verspüre keine Lust an der Gefahr. Außerhalb meines Berufs liegt es mir auch nicht, anderen etwas vorzuspielen. Fabian ist eine Spielernatur, das bin ich privat nicht. Was übrigens auch an meinen Schauspiellehrern lag, die zu uns Schülern gesagt haben: „Zahlt eure Rechnungen, nehmt keine Drogen und konzentriert euch auf eure Kunst.“
Sie haben nie als Kind eine Tafel Schokolade stibitzt?
Ich meine mich zu erinnern, dass ich im Rahmen einer Mutprobe gemeinsam mit Freunden ein Hanuta mit Klaus-Augenthaler-Sammelbildchen gemopst habe, aber das haben wir dann später zurückgebracht. Es hat also niemand Schaden genommen.
Der Film spielt in einer Hochzeitsgesellschaft. Sie sind doch bestimmt im wahren Leben ein gern gesehener Hochzeitsgast, von dem erwartet wird, dass er etwas Komisches abliefert, oder?
Das ist ja ein Dauerthema in meinem Leben. Als Entertainer tauge ich nur, wenn ich ein Drehbuch habe. Wenn es aber heißt: „Jetzt erzähl was Lustiges oder sing was Komisches!“, kann das schnell schiefgehen. Das Problem versuche ich zu umgehen, indem ich selten auf Hochzeiten gehe.
Ein mysteriöser Mord in einem von der Außenwelt abgeschotteten Gebäude, und beim Täter muss es sich um einen der Anwesenden handeln – „Fabian“ erzählt einen klassischen Rätselkrimi in der Tradition von Agatha Christie…
Ich finde es spannend, dass uns diese Locked-Room-Mysterys nie richtig losgelassen haben und momentan durch Filme und Serien wie „Knives Out“ oder „Only Murders in the Building“ eine Renaissance erleben. Dieses Genre ist eben einfach sehr gut.
Wo liegt für Sie der Reiz?
Ich schätze diese Filme, Serien, Bücher und Hörspiele, weil es am Schluss eine Auflösung gibt. Am Ende wird den Leuten ein Mörder serviert, das macht die Kiste so befriedigend.
Hat sich Ihr Humor über die Jahre verändert – und wenn ja, wie?
Die Veränderung gehört nicht nur zum Humor, sondern zur Kunst allgemein. Ich bin mit Leib und Seele komödiantischer Schauspieler, ich möchte immer etwas Neues machen. Wie hier mit der Krimikomödie „Fabian“, oder mit der Serie „Perfekt verpasst“ mit meiner Kollegin Anke Engelke – wir arbeiten gerade an der zweiten Staffel. Wer weiß, welche Projekte noch kommen! Ich möchte ungern ein Greatest-Hits-Künstler werden, der in Retroshows gebeten wird: „Mach doch noch mal die Nummer von 1998!“ Ich möchte immer dahin gehen, wo ich noch nicht war.