Das neue Münchner „Tatort“-Duo: Carlo Ljubek (li.) und Ferdinand Hofer. © Konvalin/BR
Ihr erster gemeinsamer Fall ist schon abgedreht, in diesen Tagen stehen Ferdinand Hofer und Carlo Ljubek für ihren zweiten München-„Tatort“ vor der Kamera – und das an einem Ort, der es in sich hat: Die Geschichte spielt im Umfeld der Münchner Sicherheitskonferenz! Seit gestern drehen die Nachfolger von Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec im Bayerischen Hof. Dort, wo am morgigen Freitag die Mächtigsten und Wichtigsten der Welt über Krieg und Frieden sprechen werden.
Die Idee, einen „Tatort“ im Umfeld der Siko spielen zu lassen, ist schon drei Jahre alt. Doch ähnlich wie bei der Folge „Charlie“ (noch mit Leitmayr und Batic), die auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels spielte, war die Vorbereitung hier extrem aufwendig. Kein Wunder, schließlich wird der Bayerische Hof für die Tage der MSC, wie die Siko offiziell heißt, zu einem Hochsicherheitstrakt. Nach vielen Gesprächen mit der Münchner Polizei und den Verantwortlichen der Sicherheitskonferenz gab es dann grünes Licht für die Produzenten Philipp Schall, Martin Choroba und Eva Gerstenberg (Tellux Film). Titel des Krimis, der nach einem Drehbuch von Holger Joos und unter der Regie von Lancelot von Naso entsteht, ist „Der sichere Tod“.
Darum geht‘s genau: Die Dolmetscherin Astrid Franzen (gespielt von Theater-Star Lea Ruckpaul), die bei der Münchner Sicherheitskonferenz arbeiten soll, wird tödlich von einem LKW erfasst. Die Kommissare Kalli Hammermann (Hofer) und Nikola Buvak (Ljubek) werden an die Unfallstelle geholt, denn der Todesfall wirft Fragen auf. Im Lauf ihrer Ermittlungen stoßen die beiden auf massive Widerstände: diplomatische Immunität, Geheimhaltungszwänge und abgeschottete Machtzirkel erschweren ihnen die Arbeit.
Aufhalten lassen sie sich davon nicht – schließlich geht es offenbar um Mord. Je tiefer das Duo gräbt, desto klarer wird: Der Täter befindet sich noch auf der Sicherheitskonferenz – unter Hunderten von Delegierten und Mitarbeitern. Während eine Ministerin (Lo Kauppi), abgeschirmt von ihrem Sicherheitschef (Björn Bengtsson), ihre brisante Rede vorbereitet, jagen Hammermann und Buvak ein Phantom – an einem der am besten gesicherten Orte der Welt.
Neben den bereits genannten spielen unter anderen Roman Knizka, Thomas Darchinger und Sophie von Kessel mit. Insgesamt dauern die Dreharbeiten noch bis zum 13. März, ausgestrahlt wird der Film im kommenden Jahr. An Ostern läuft zunächst noch das große Finale von Batic und Leitmayr. Mit einer Doppelfolge („Unvergänglich“) verabschieden sich die beiden „Tatort“-Legenden dann nach 35 Jahren von ihrem Publikum.STEFANIE THYSSEN