Die Gästeliste liest sich wie ein Klassentreffen aus der Folk-Rock-Ruhmeshalle: Tom Petty, Bruce Springsteen, Jackson Browne, T Bone Burnett, Ry Cooder, Emmylou Harris, Don Henley etc. Wenn einem am Ende eines Künstlerlebens all diese Berühmtheiten für einen letzten Streich zur Hand gehen – dann muss man es doch geschafft haben. Oder? Nun ja: Warren Zevons sardonische Songs hatten zwar Kult-Status, ihn aber nicht reich gemacht. 2002, als klar war, dass er den Krebs nicht würde besiegen können, spielte er mit seinen Freunden elf makellose Songs ein, die vom Ende kündeten, aber alles hatten, was ihn seit Ende der Sechziger ausgemacht hatte: bei allem Sentiment ganz viel würdevollen Witz. „The Wind“, dieses letzte Album von Zevon, endet mit einem Shalala und der Bitte: „Keep me in your Heart“. Am Freitag wird es in limitierter Auflage auf transparentem Vinyl wiederveröffentlicht.LÖ
Warren Zevon:
„The Wind“ (Friday).
★★★★★ Hervorragend