UNSERE KURZKRITIKEN

Lektorin unter Mordverdacht

von Redaktion

Protagonistin Susan Ryeland arbeitet als Lektorin und erkennt, dass ihr neuer Autor in seinem Krimi einen echten Mord thematisiert. Fortan ermittelt sie selbst, gerät in Gefahr und später sogar unter Mordverdacht. Ein Buch-im-Buch also präsentiert hier der britische Star-Autor Anthony Horowitz in seinem dritten Band der Susan-Ryeland-Reihe. Die Idee ist nicht neu, und auch hier entwickeln sich die parallelen Kriminalfälle mit der Zeit ganz ordentlich. Doch zuerst muss sich der Leser an diese Konstellation gewöhnen, sich anfangs sogar reinfuchsen. Denn die Übergänge zwischen Buchautor, ermittelnder Lektorin und später noch dem Kommissar sind teils unscharf gezeichnet und damit verwirrend. Dazu erklärt Horowitz oft sehr langatmig scheinbar unwichtige Details. Doch ähnlich wie bei seinen „Inspector Barnaby“-Fällen (ZDF) kommt auch dieser irgendwann in Fahrt inklusive überraschender Wendungen.AMA

Anthony Horowitz:

„Tod zur Teestunde“. Insel Verlag, 572 Seiten; 25 Euro.


★★★★☆ Lesenswert

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