In der Debatte über israelfeindliche Äußerungen bei der Berlinale bekommt Festival-Chefin Tricia Tuttle weitere Rückendeckung. Der israelisch-deutsche Publizist und Direktor der Anne-Frank-Bildungsstätte in Frankfurt am Main, Meron Mendel, sagte dem RBB, wenn Tuttle deshalb gehen müsse, würde das die Berlinale und auch den Ruf Deutschlands schwer beschädigen. In Deutschland herrsche Kunst- und Meinungsfreiheit. Der Aussage des Regisseurs Abdallah Alkhatib bei der Preisverleihung könne man widersprechen, aber sie sei „zu 100 Prozent von der Meinungsfreiheit gedeckt“. Der Regisseur hatte Deutschland vorgeworfen, an einem Genozid in Gaza mitzuwirken. Kanzler Friedrich Merz (CDU) ruft zur raschen Klärung auf. „Der Bundeskanzler erwartet von den Parteien einen respektvollen Umgang miteinander und eine schnelle Klärung der Sachverhalte“, sagte Vize-Regierungssprecher Sebastian Hille. Tuttle habe „zum Ende der Berlinale in einer vernünftigen Rede den richtigen Ton getroffen und zur Vereinnahmung der Kunst durch die Politik sich geäußert“. EPD, DPA