DVD

Zum Gelblachen

von Redaktion

Kann man sich eigentlich gelb lachen? Gleich zu Beginn der französischen Geheimdienstkrimi-Klamotte hört man das Geisterbahngelächter des Todesschützen, der einen jungen Mann erschießt, der sich schon in Sicherheit wähnt. Und mit der unheimlichen Lachsalve nicht genug: Der Täter (Paul Meurisse) bläst nonchalant den Rauch von der Pistole, setzt sein Monokel ins Auge und läuft mit urkomisch angewinkeltem Arm und engen Schritten zu einem wartenden Auto, um mit zwei Füßen gleichzeitig auf die Rückbank zu hopsen. Französischer Humor mit deutlichen Anleihen bei Edgar Wallace und von Beginn des Films an mit wunderbarem Piano-Jazz von Michel Magne untermalt, der das Tempo forciert. Regisseur Georges Lautner und sein Kameramann Maurice Fellous zeigen Schwarz-Weiß-Bilder vom Feinsten. Zeit für eine Wiederentdeckung.HILO

Georges Lautner:

„Monokel lacht gelb“ (Pidax).


★★★★★ Hervorragend

Artikel 1 von 11