Bester Schauspieler: Michael B. Jordan. © AMY SUSSMAN
Abräumer des Abends: Der Cast von „Blood & Sinners“ durfte sich über mehrere Auszeichnungen freuen. © FREDERIC BROWN
Harrison Ford mit Ehefrau Calista Flockhart. © PATRICK FALLON
Gefühlsduseleien sind ihm normalerweise fremd. Doch auf seine alten Tage scheint Harrison Ford seine emotionale Seite entdeckt zu haben. Der Hollywood-Veteran hatte Tränen in den Augen, als ihn am Sonntagabend in Los Angeles seine Schauspielkollegen bei den Actor Awards für sein Lebenswerk auszeichneten: „Manchmal produzieren wir Unterhaltung, manchmal Kunst. Und wenn wir sehr viel Glück haben, gelingt uns beides – und wir können sogar davon leben!“
Der 83-Jährige, der die Trophäe aus den Händen seines Freundes Woody Harrelson entgegennahm, sprach über die Verantwortung, die mit dem Erfolg in der Filmbranche einhergehe: „Wir müssen andere fördern, wenn wir können. Wir müssen die Tür offen halten für das nächste Kid, für den nächsten verlorenen Jungen, der nach einem Ort sucht, an dem er dazugehören kann.“ Ford bezeichnete sich selbst als „echten Glückspilz“. „Ich hatte das Glück, das richtige Umfeld zu finden und eine Arbeit zu haben, die mich fordert.“ Besonders glücklich schätze er sich, dass er noch immer als Schauspieler arbeiten dürfe. „Das nehme ich nicht als selbstverständlich hin“, verriet der „Indiana Jones“-Star. Mit einem Augenzwinkern scherzte Ford, er befinde sich „in der Halbzeit meines Schaffens“.
Dabei hob er George Lucas sowie Regisseur Steven Spielberg für deren Einfluss auf seine Karriere hervor: „Es ist schwierig, in dieses Business hineinzukommen. Und in meinem Fall ist es schwierig, wieder herauszukommen. Ich danke Gott dafür, denn ich liebe, was ich tue.“ Zum Schluss richtete Ford den Blick auf seine Ehefrau Calista Flockhart (bekannt aus der Serie „Ally McBeal“): „Ich will mich auch bei meiner außergewöhnlich schönen Frau Calista und meiner Familie bedanken, die mir durchgehend Liebe und Ermutigung gegeben haben.“
Bei den als Oscar-Vorboten geltenden Awards hatte das bildgewaltige Vampir-Drama „Blood & Sinners“ zuvor den Preis für das beste Kinofilm-Ensemble gewonnen. Hauptdarsteller Michael B. Jordan erhielt zudem die Trophäe als bester männlicher Hauptdarsteller und setzte sich damit unter anderem gegen Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio durch. Als beste Hauptdarstellerin wurde Jessie Buckley für „Hamnet“ ausgezeichnet.
Die früher SAG-Awards genannte Verleihung vergibt auch Preise an TV-Produktionen. In der Topsparte um den Ensemble-Preis setzte sich die Drama-Serie „The Pitt“ mit Noah Wyle durch. Als beste Comedy-Serie dominierte „The Studio“ die Verleihung: Hier räumten sowohl das Gesamt-Ensemble, Schauspieler Seth Rogen als auch die erst im Januar verstorbene Schauspielerin Catherine O‘Hara Preise ab. EP/DPA