ALBUM

Jazz-Songs ohne Worte

von Redaktion

Dieses Album ist das ideale Gegenargument für Menschen, die glauben, Jazz sei zu schwierig, schwer nachvollziehbar, also nichts für sie. Der Trompeter Nils Wülker ist ein großer Ästhet und Melodiker, und seine elf Kompositionen für diese Platte sind im Grunde eingängige Songs ohne Worte. Seine Vergangenheit: 1994 besuchte Wülker für ein Jahr als Stipendiat eine Privatschule in den USA. Dort entdeckt er den Jazz und wurde vom Acid-Jazz und Miles Davis geprägt. Auch seine Improvisationen auf diesem Album ufern nie aus, jedes Stück erzählt in Single-Länge eine leicht nachvollziehbare kleine Geschichte. Nicht nur Wülkers Trompetenton klingt warm, auch die Harmonien schmeicheln dem Ohr. Kennern mag dieser entspannte Quartett-Jazz zu bieder geraten sein – für alle Jazz-Novizen aber könnte diese zuversichtlich gestimmte Wohlfühlmusik die perfekte Einstiegsdroge sein. RUN

Nils Wülker:

„Zuversicht” (Warner).


★★★★☆ Hörenswert

Artikel 7 von 11