Son Lewandowski über „Die Routinen“. © Wortspiele
Die Wienerin Mercedes Spannagel. © Lennie Rothenberg
Der Münchner Autor Bernhard Heckler. © Thomas Dashuber
Es ist wieder so weit! Zum 26. Mal finden die „Wortspiele. Internationales Festival junger Literatur“ im Münchner Muffatwerk, Club Ampere, statt. Vom 11. bis 13. März betreten jeweils um 20 Uhr deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, Polen und Luxemburg die Lesebühne. „Die Hälfte davon hat ihr Debüt bei uns“, sagt Johan de Blank, Veranstalter der „Wortspiele“. Inhaltlich wird viel geboten, so de Blank: „Die Familie und ihr Umfeld sind ja stets präsent, aber dieses Mal gibt es wirklich ein breites Spektrum an Themen.“
In Son Lewandowskis Debütroman „Die Routinen“ (Klett-Cotta) begleitet man die Turnerin Amik bei Wettbewerben in München, Montreal, Tokio. Sie ist eine Siegernatur, doch der harte Leistungssport fordert von ihr existenzielle Opfer. Der Münchner Autor Stefan Sommer entführt seine Leserschaft wiederum in die Welt der Schönen und Hippen. In „Partypeople“ (Otto Müller) geht es um einen Techno-DJ, der ein luxuriöses Leben zwischen Helikopterflügen, Infinity-Pools, Champagner und Drogen führt. Aber kann das der Sinn des Lebens sein? Man mag es kaum glauben: Die Autorin Mercedes Spannagel hat einen Abschluss als Diplomingenieurin in Maschinenbau. Ihre Romanheldin Cleo arbeitet als Ingenieurin in der Automobilindustrie. In „Crashtest Dummies“ (Blessing) muss sie sich in einer Männerdomäne behaupten. Doch Angst vor Geschlechterkonkurrenz hat sie keine.
Ganz männlich geht es beim Münchner Autor Bernhard Heckler zu: In seinem Roman „Die beste Idee der Welt“ (Antje Kunstmann) haben der abgebrannte Heinz und der Kleinkriminelle Franky eine geniale Geschäftsidee: eine Wrestling-Show aufs Oktoberfest bringen. Alisha Gamisch hat Familie im Fokus, und das auf besondere Weise: In ihrem Debütroman „Parasiti“ (Voland & Quist) beschreibt sie den Lebensweg dreier Russlanddeutscher Frauen zwischen dem Novosibirsk der Sechzigerjahre und dem Fürstenfeldbruck der Gegenwart. Man sieht: Die „Wortspiele“ haben auch dieses Mal viel zu bieten. Die junge Literatur ist reich an Themen.ANDREAS PUFF-TROJAN
Wortspiele:
Das detaillierte Programm mit den Auftritten der Autorinnen und Autoren finden Sie unter www.festival-wortspiele.de.