Eve Shaw führt ein einsames Leben. Als Kunstgutachterin ist sie zwar erfolgreich, der Kontakt zur Familie aber ist rar, eine eigene hat sie nicht. Als ein mysteriöser Mann auftaucht, den sie auch aufgrund seines altmodischen Fedora-Huts zu (er-)kennen scheint, und ihr einen Oktopus-Anhänger überreicht, ändert sich alles. Sie nimmt sich ein paar Tage frei und fährt an den Ort, an den sie sich vage erinnert, der aber Aufklärung verspricht: das White Octopus Hotel. Dort reist Eve in der Zeit, trifft erneut auf Max, den Mann mit Hut, und kommt den Geheimnissen um die Tentakel auf die Spur, aber auch ihrer Familiengeschichte näher. Alexandra Bells Roman steckt voller spannender Ideen, an der sprachlichen Umsetzung hapert es allerdings ebenso gewaltig wie an der Figurenzeichnung und der Ausgestaltung der Geschichte. Es könnte stark gekürzt werden, es fehlt oft der Fokus. Wer Zeitreisen mag, wird trotzdem belohnt.VES
Alexandra Bell:
„Das White Octopus Hotel“.
Harper Collins, 384 Seiten; 24 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar