Diese Hymne ging zu Herzen

von Redaktion

Barbra Streisand würdigte ihren langjährigen Freund und Filmpartner Robert Redford mit dem sie in „So wie wir waren“ (kl. Foto) spielte. © KEVIN WINTER/Everett

Bei aller Freude über die Preisträger (siehe oben) – für den wohl berührendsten Moment der diesjährigen Oscar-Gala sorgte keine Geringere als Schauspielstar Barbra Streisand: Die 83-Jährige, eine der ganz Großen Hollywoods, erinnerte an ihren im September mit 89 Jahren verstorbenen Filmpartner und Freund Robert Redford und sang das Lied „The Way We Were“ aus dem gemeinsamen Liebesfilm „So wie wir waren“ (1973).

„Er war ein brillanter, feinsinniger Schauspieler, und wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander“, sagte Streisand sichtlich bewegt. Sie vermisse ihn jetzt mehr denn je. „Bob hatte echtes Rückgrat, auf und jenseits der Leinwand“, sagte sie weiter. „Er trat ein für Pressefreiheit, für den Schutz der Umwelt und förderte neue Stimmen an seinem Sundance Institute. Er war besonnen und mutig.“ Sie haben ihn einen „intellektuellen Cowboy“ genannt, der seinen eigenen Weg ging und den Oscar als bester Regisseur gewann.

Vermutlich hätte es Robert Redford gefallen, dass Künstler auch an diesem Abend ihre Auftritte für politische Statements jenseits der Filmbranche nutzten. Schauspieler Javier Bardem sagte etwa unter Jubel: „No to war – and free Palestine“. Und der norwegische Regisseur Joachim Trier verwies bei seiner Dankesrede für „Sentimental Value“ (Bester internationaler Film) auf den Schriftsteller James Baldwin und sagte: „Alle Erwachsenen sind für alle Kinder verantwortlich – und man solle keine Politiker wählen, die das nicht ernst nehmen.“ Das Leid von Kindern in Kriegsgebieten bringe ihn und viele seiner Freunde zum Weinen.

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