Zwei Jugendliche verschwinden während der Klassenfahrt auf einer kaum bewohnten Insel in der Nordsee. Das Mädchen wird später gefunden – zerzaust, verwirrt, stumm. Doch wo ist Janosch? Fast genau 30 Jahre später fahren fünf Fremde unabhängig voneinander und aus scheinbar harmlosen Motiven auch auf diese Insel mit den rauen Winden – und eine Leiche wird entdeckt. Autorin Romy Fölck aus Meißen liefert mit „Fünf Fremde“ für einen verregneten Frühlingstag zum locker Herunterlesen einen soliden Thriller ohne Ecken und Kanten, aber auch mit nur wenigen Makeln ab. Vor allem die vielen Vorgeschichten ihrer fünf Protagonisten erzählt sie etwas langatmig, doch dann geht’s Schlag auf Schlag. Und auch die Zeitsprünge von teils nur wenigen Tagen sind anfangs verwirrend – vor allem, weil es dann bei der Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge zu Dopplungen kommt –, aber ihrer Kurzweiligkeit wegen durchaus vernachlässigbar.AMA
Romy Fölck:
„Fünf Fremde“; Lübbe, 384 Seiten; 22 Euro.
★★★★☆ Lesenswert