ALBUM

Finstere Gospel-Fürstin

von Redaktion

Die Welt muss am Ende sein, wenn sogar Nina Hagen den Gospel singt. Es ist nicht der erste Ausflug der Punk-Ikone in die Welt des Gospel und Blues. Bereits vor 15 Jahren erkundete sie mit „Personal Jesus“ ihren christlichen Glauben – zu dem sich ein Cocktail aus Spiritualität und Ufo-Glaube gesellte. Mit „Highway to Heaven“ planiert die Godmother of Punk eine Autobahn in den Himmel – wenngleich ihr raspeldunkles Organ nach Fürstin der Finsternis klingt. Auffallen um jeden Preis, werden manche sagen. Aber dann haben sie nicht richtig hingehört. Tatsächlich ist dieses Album alles andere als eine halbherzige Sache. Die Auswahl zeugt von Ahnung: Sister Rosetta Tharpe, Mahalia Jackson, Taj Mahal oder Keb’ Mo’ gehören zu den Urhebern; dazu kommen Traditionals, denen Hagen und Band Odem einhauchen. Als Gäste sind Nana Mouskouri, Daniel Welbat (Wellbad) und Gitte Hænning zu hören.CU

Nina Hagen:

„Highway to Heaven“ (Grönland Records).


★★★★☆ Hörenswert

Artikel 6 von 7