Die Stadt Paris galt schon immer als Sehnsuchtsort, sei es der Mode, der Kunst oder der Küche wegen. Auch Mara Grimm zog es seit ihrer Kindheit dorthin, sie legt nun mit „Bon Appetit Paris“ einen „kulinarischen Guide“ vor. Doch der liest sich eher wie ein überdimensionaler Reiseführer mit Restaurantempfehlungen und kleinen, völlig klassischen Rezepten ohne Pfiff. Dazu sollen typische Fotos von den gedeckten Bistrotischchen, romantischen Straßenzügen und köstlich gefüllten Pasteten mit handgeschriebenen Schildern das Pariser Flair vermitteln. Ein netter Streifzug mit kulinarischen Höhepunkten und „Must see“-Orten zum Abhaken also. Mehr nicht. Denn Grimms Erklärungen, Beschreibungen und sogar ihre Schwärmereien bleiben oft oberflächlich, ihre so oft betonten persönlichen Tipps findet man anderswo zuhauf wieder. Und irgendwie erscheint bei Grimm alles sehr deutsch: Vieles muss so sein, vieles darf nicht so sein, vieles war schon immer so und muss gefälligst auch so bleiben…AMA
Mara Grimm:
„Bon Appétit Paris“. Prestel Verlag, 256 Seiten; 26 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar