Ein Söldner und ein zerfallenes Reich: „Crimson Desert“ beginnt wie ein großes Fantasy-Epos, wirkt aber noch wie eine Baustelle mit viel Potenzial. Entwickelt wurde die Neuheit vom südkoreanischen Studio Pearl Abyss, das mit „Black Desert“ bekannt wurde. Diesmal geht es um ein klassisches Einzelspieler-Abenteuer in einer riesigen offenen Welt. Man schlüpft in die Rolle von Kliff, einem Söldnerführer, der sich durch Kriege, Intrigen und Verluste kämpft. Stärken sind die brillante Inszenierung und die herausfordernden Kämpfe. Allerdings sind zum Start Bugs und fehlender Feinschliff spürbar. Hier müssen die Koreaner nacharbeiten. Unterm Strich ist „Crimson Desert“ ein Spiel zwischen Genie und Chaos. Noch längst kein fertiges Meisterwerk, eher ein Versprechen. Aber eines, das man trotz aller Macken ungern aus der Hand legt. (Für PS, Xbox, PC/ab 18 Jahren/70 Euro.)JH
„Crimson Desert“
(Pearl Abyss).
★★★☆☆ Annehmbar