Der Verlag Penguin Random House hat eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen gegen OpenAI, den Entwickler des KI-Chatbots ChatGPT, eingereicht. „Die Verlagsgruppe sieht die Urheberrechte ihres Autors und Illustrators Ingo Siegner an den Inhalten seiner Buchreihe ‚Der kleine Drache Kokosnuss‘ verletzt“, erklärte das Unternehmen. Es gebe „klare Indizien“ dafür, dass Siegners Werke „unrechtmäßig zum Training des KI-Systems genutzt wurden“. Bereits auf einfache Eingaben gebe ChatGPT Inhalte aus urheberrechtlich geschützten Werken von Siegner in erkennbarer Form wieder. Auch erzeuge das Programm Illustrationen der Figur des kleinen Drachen, „die dem Original zum Verwechseln ähneln“, und mache Vorschläge „zur Erstellung eines druckfertigen Manuskriptes“. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßte den Schritt. „Der Konflikt um Urheberrechte im KI-Zeitalter ist längst kein Randthema mehr“, erklärte Hauptgeschäftsführer Peter Kraus vom Cleff. Es müsse gerichtlich geklärt werden, wo unzulässige Übernahmen beginnen.AFP