BR solidarisiert sich mit Nelsons

von Redaktion

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) und Chefdirigent Sir Simon Rattle haben sich mit Andris Nelsons solidarisiert (Foto: Marco Borrelli). Man bedauere zutiefst die Nichtverlängerung von Nelsons‘ Vertrag beim Boston Symphony Orchestra, heißt es in einem offenen, auf Englisch verfassten Brief. Für das BRSO sei Nelsons immer ein außergewöhnlicher Künstler gewesen. Man sei entsetzt darüber, dass bei der Entscheidung in Boston das Herz des Ensembles nicht einbezogen wurde, nämlich die Musikerinnen und Musiker. Das US-Ensemble wird sich nach 13 Jahren von Nelsons trennen. Grund sind laut Management Uneinigkeiten bezüglich der „künftigen Ausrichtung“ des Orchesters. Bei vielen Mitgliedern ist dies auf Unverständnis gestoßen. Nelsons erfährt inzwischen internationale Unterstützung. Dies ist auch im Konzertsaal von Boston sichtbar. Musikerinnen und Musiker sowie Teile des Publikums trugen jüngst eine rote Nelke am Revers. Rot symbolisiert Nelsons Geburtsland Lettland. Auch das Gewandhausorchester Leipzig, wo Nelsons Chef ist, hat sich solidarisch erklärt.TH

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