HÖRBUCH

Der klingende Hausgeist

von Redaktion

Oscar Wildes Gesellschaftssatire „Das Gespenst von Canterville“ so zu vertonen, dass man alles stehen und liegen lässt und nur der Musik lauscht, ist große Kunst. Und leider eine Seltenheit. Doch genau das schaffen die Musiker Martin Auer und Rüdiger Ruppert mit dem Wilden Jazzorchester: Der seit Generationen auf Schloss Canterville herumspukende Hausgeist wird vom neuen amerikanischen Eigentümer schwer gekränkt – und mit ihm weinen, schluchzen und stampfen wutentbrannt die Geigen auf, mit ihm triumphieren die Trompeten. Zwischendrin rasseln die Percussion-Instrumente als ölbedürftige Ketten. Sprecher Christian Brückner nimmt sich gekonnt zurück, lässt die Musik auftrumpfen und sogar weitererzählen. Doch er kann in den richtigen Momenten auch bei dieser modernisierten Textfassung richtig wütend werden und den Geist von der Zukunft auf dem Friedhof träumen lassen.AMA

Oscar Wilde:

„Das Gespenst von Canterville“ (Sauerländer Audio).


★★★★★ Hervorragend

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