Weil Nina oft einsam und ängstlich ist, hat sie sich in den Kopf gesetzt, ein Monster zu bestellen. Ja, genau: bestellen, bezahlen, geliefert bekommen. Denn an einem Nachmittag ist ihr ein Monster-Katalog ins Gesicht geflogen, der die schaurigen Gesellen zu stattlichen Preisen anbietet. Mithilfe ihrer verrückten Oma sammelt sie Geld und kauft sich ein Monster, das dann aber ganz anders ist, als Nina es sich vorgestellt hat. Die originelle Idee von Rüdiger Bertram allein ist herrlich und ein großartiger Auftakt für eine Buchreihe. Auch erzählerisch und sprachlich ragt das Kinderbuch hervor: Die kurzen kindgerechten Sätze sind für Anfänger gut zu lesen, langweilen aber deshalb nicht vorlesende Erwachsene, weil zwischen den Zeilen immer eine Herzlichkeit hervorblitzt, die den Ton der Geschichte – bei aller Monstermäßigkeit – bestimmt. Da freut man sich schon auf das nächste Abenteuer, das Nina und ihre Monster erleben werden.VES
Rüdiger Bertram:
„Ninas Monster. Falsch geliefert“.
Penguin, 144 Seiten; 15 Euro.
★★★★★ Hervorragend