Die Plattenhülle zeigt schon, was Sache ist: Ein Strandbad steht in Flammen, während der Künstler im Vordergrund Tee trinkt und sich seine Gedanken macht. So kennen wir Joe Jackson, seit er sich 1978 in die Punk-Bewegung mogelte, obwohl er eigentlich pop- und jazzverliebt war. Sein neues Album zeigt noch mal seine ganze Bandbreite – im zornigen Eröffnungsstück „Welcome to Burning-By-Sea“ rappt er fast so giftig wie die Sleaford Mods, „I‘m not sorry“ endet im Rumba-Rhythmus, „End of the Pear“ flirtet mit Dub. Man sollte das Album unter „Bicoastal LatinJazzFunkRock“ einordnen, scherzt Jackson auf dem Cover-Rücken. Und auch wenn der 71-Jährige im Alter seine charismatische Singstimme eingebüßt hat, kann man ihn zu diesem reizenden Allerlei beglückwünschen.LÖ
Joe Jackson:
„Hope and Fury“ (earMusic).
★★★★☆ Hörenswert