Saugute Saurier-Schau

von Redaktion

„Jurassic World“ in der Kleinen Olympiahalle München beeindruckt

Dino-Kot! Mit Handschuhen kann man ihn ertasten.

Immer wieder präsentieren in „Jurassic World: The Experience“ Mitarbeiter Dino-Babys zum Streicheln.

Der langhalsige Brachiosaurier begrüßt die Besucher der Ausstellung. © Martin Hangen

Haben Sie schon einmal Dino-Kot ertastet? Einen Babysaurier gestreichelt? Oder einem Indominus Rex bei der Fütterung zugeschaut? Nein? Dann wird es höchste Zeit: Im Olympiapark in München eröffnet heute die Ausstellung – laut Veranstalter gar „Blockbuster“-Ausstellung – „Jurassic World: The Experience“. So viel darf verraten sein: Wer den Steven-Spielberg-Klassiker „Jurassic Park“ von 1993 mag, wird seinen Spaß an der Erlebnis-Schau haben.

Drei Wochen lang waren in der Kleinen Olympiahalle rund 50 Menschen mit dem Aufbau beschäftigt. Seit zehn Jahren reist die Ausstellung mit den lebensechten Dinos um die Welt. Sie war bereits in zahlreichen Metropolen zu sehen: London, Chicago, Paris, Seoul, zuletzt in Madrid. Mehr als acht Millionen Menschen lockten die Riesenechsen laut Veranstalter schon an.

25 Rangerinnen und Ranger – Schauspieler und Studierende, stilecht gekleidet in beigefarbenen Hemden – führen die Besucher und Besucherinnen durch die verschiedenen Stationen. Los geht es auf einer Fähre, die die Gäste zur „Jurassic World“ bringt. Schreitet man durch die Eingangstore, reckt einem zur Begrüßung ein meterhoher Brachiosaurus seinen langen Hals entgegen.

Ein kleines Mädchen klammert sich an seine Mama und flüstert: „Warum kommt der näher und näher?“ Die Mutter beruhigt die etwa Vierjährige. Die Figur sei nicht echt und ein Brachiosaurier außerdem ein Pflanzenfresser, sie müsse sich nicht fürchten. Wie es dem Mädchen in der weiteren Ausstellung ergangen ist, ist nicht überliefert. Aber an dieser Stelle sei eine kleine Warnung angebracht: Für Kleinkinder ist die Schau nicht zu empfehlen, da es zwischenzeitlich recht laut wird vom Dino-Gebrüll. Zudem liegen viele Räume im Dunkeln und simulieren mit rot blinkenden Lichtern Gefahr.

Ein paar Meter weiter ruckelt ein Tiertransporter wie wild umher: Auf einmal lugt ein Stygimoloch hervor, ein Vogelbeckensaurier mit schnabelartiger Schnauze. Putzig! Die unterschiedlichen Dinosaurier sind täuschend echt gestaltet (so wie Menschen sich Saurier eben vorstellen), die Bewegungen fließend und nicht roboterartig. Das ist den Machern gut gelungen.

Die nächste Station führt in ein Labor mit Bernstein. Aus den eingeschlossenen Fossilien im ausgehärteten Baumharz gewinnen die Wissenschaftler die Dino-DNA – „Jurassic Park“-Fans erinnern sich. Im Labor kann auch eingangs erwähnter Dino-Kot, eine glibberig-braune Masse, ertastet werden. Ein Hoch auf die Handschuhe.

Nett ist auch die Idee, dass die Ranger zwischenzeitlich immer wieder Dino-Babys zum Streicheln präsentieren. „Aber bitte vorsichtig, es handelt sich hier um ein Neugeborenes“, sagen sie dazu. Wobei manche der jungen Darstellerinnen und Darsteller ihre Rollen schon besser beherrschen als andere. An weiteren Stationen vibriert der Boden und Sirenen tönen, es wird regelrecht gefährlich, denn hinterm Zaun wartet – ein wütender Tyrannosaurus rex! Und der ist kein Pflanzenfresser… Der knapp 40-minütige Rundgang ist aufwendig inszeniert, allerdings hat das Erlebnis auch seinen Preis – gerade für Familien mit Kindern kann der Besuch schnell ins Geld gehen. Am Ende bleibt dennoch das Gefühl, den Urzeitgiganten erstaunlich nahegekommen zu sein.JANINA VENTKER

„Jurassic World: The Experience“

bis 16. September 2026 in der Kleinen Olympiahalle, Spiridon-Louis-Ring 21. Tickets ab 23,90 Euro für Kinder, ab 29,90 Euro für Erwachsene. www.jurassicworldexperience.de.

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