KONZERT

Fabelhafte Verrücktheit mit MIA.

von Redaktion

Die größten Fans erkennt man an Katzenohren und Leoparden-Outfit: Wer auf ein Konzert von MIA. geht, darf Extravaganz zur Schau stellen. Schließlich ist Mieze Katz, die Sängerin der vierköpfigen Berliner Elektropop-Band (Foto: Anna Ko), selbst die Personifizierung fabelhafter Verrücktheit. Dass sie auch herrlich bodenständig ist, beweist Mieze beim ersten Konzert der aktuellen Tour in der bis in den letzten Winkel ausverkauften Muffathalle. „Ich bin gespannt, was heute alles daneben geht“, sagt sie. „Aber wir sind auch nur Menschen.“ MIA. sind Menschen, die Worte und Wortspiele feiern, die Lieder zum Tanzen und zum Nachdenken schreiben. Für beinahe jedes wählt Mieze ein anderes Kostüm – besonders gelungen das wallende Gewand zu „Fallschirm“ und die Jacke mit dem roten Pailletten-Herz zu „Hungriges Herz“. Auch, wann sie ihre Botschaften für Toleranz, den gemeinsamen Einsatz für Demokratie, für Vielfalt ins Publikum ruft, ist klug gewählt. Und ja, natürlich geht hier und da ein Plan nicht auf, zum Beispiel kommen Mieze ihre Luftballons abhanden und schweben zum Hallendach. Doch das macht nichts, im Gegenteil. Das war ein Tourauftakt mit ganz viel Charme.KATHRIN BRACK

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