DVD

Literatur als Stütze

von Redaktion

Der israelische Regisseur Eran Riklis ist seit seinem satirischen Drama „Die syrische Braut“ eine wichtige Stimme für die künstlerische Aufbereitung des Nahostkonflikts. In seinem aktuellen Spielfilm „Lolita lesen in Teheran“ hat er die Autobiografie der iranischen Literaturwissenschaftlerin Azar Nafisi geschickt und umsichtig für die Leinwand aufbereitet: Die junge Literaturdozentin Azar Nafisi (Golshifteh Farahani) kehrt nach dem Sturz des Schahs aus den USA in ihre Heimat zurück. Sie will die neue Bewegung unterstützen und an der Universität von Teheran englische Literatur unterrichten. Doch wie viele Exil-Iranerinnen muss sie bald feststellen, dass das alte Regime nur von einem neuen ersetzt wurde und der Terror der Revolutionswächter das Leben von Frauen massiv einschränkt. Wie wichtig Literatur in einer Diktatur sein kann, verdeutlicht Riklis in sehr anrührenden Szenen.ULF

Eran Riklis:

„Lolita lesen in Teheran“ (Weltkino).


★★★★★ Hervorragend

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