In ihrem Debütroman „Schlaf“ erzählt Honor Jones von Margaret. Der erste Teil handelt von ihren jungen Jahren, ihrer Freundschaft zu Biddy und dem Interesse ihres Bruders Neal und das der Nachbarsjungen an ihr. Doch Margarets Mutter Elizabeth, eine Narzisstin par excellence, gibt sich ungerührt ob Margarets Versuchen, ihr alles zu erzählen. Im zweiten Teil des Romans ist Margaret dann geschieden, hat zwei Töchter. Alles dreht sich um ihre neue Beziehung, das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann und ihrer Familie. Ein Kaleidoskop an familiären Bindungen und unausgesprochenen Geheimnissen tut sich auf, und doch kommt man den Personen nicht nahe. Zu vieles bleibt vage. Zu viele komplexe Themen überlappen sich. Dabei hätten die Themen Missbrauch in der Familie und das daraus resultierende Trauma sowie eine toxische Mutter-Tochter-Beziehung mehr hergegeben.ELK
Honor Jones (übersetzt von Claudia Voit):
„Schlaf“, Ullstein-Verlag, 384 Seiten, 23,99 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar