Im Opernhaus La Fenice in Venedig hat der seit Monaten andauernde Streit vorerst ein Ende: Das Haus hat die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Dirigentin Beatrice Venezi beendet (Foto: Alessandra Tarantino). Das Theater hatte Venezi vergangenen Oktober zur Musikdirektorin ernannt. Sie sollte ab diesen Oktober das Amt übernehmen. Seit Venezis Ernennung tobt in Venedig ein Streit. Es wird bemängelt, sie sei zu unerfahren. Sie gilt außerdem als politisch nah an der rechten Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Die Belegschaft kritisierte, nicht in die Entscheidung eingebunden worden zu sein. Insbesondere Intendant Nicola Colabianchi erntete von allen Seiten Kritik. Die Belegschaft reagierte mit Streiks und weiteren Aktionen, die international für Wirbel sorgten. Ausschlaggebend für die Beendigung der Zusammenarbeit waren laut Stiftung des Hauses „wiederholte und schwerwiegende öffentliche Äußerungen“ von Venezi. Diese hätten den „künstlerischen und professionellen Wert der Stiftung und ihres Orchesters beleidigt und beeinträchtigt“. Im Interview mit der argentinischen Zeitung „La Nacion“ kritisierte Venezi die Arbeit im Orchester und behauptete unter anderem, Stellen würden „praktisch von Vater zu Sohn“ weitergegeben. Sie bemängelte ein Umfeld, das nötige Veränderungen nicht akzeptieren wolle.DPA