DVD

Mamas fabelhafte Welt

von Redaktion

Diese Mutter kämpft und glaubt an ihr Kind. Diese Mutter nervt aber auch mit ihrer Dauerpräsenz. Und dennoch: Genau diese Mutterfigur, zu der man ein ambivalentes Verhältnis aufbaut, ist das Spannendste an „Mit Liebe und Chansons“. Man ist hin und hergerissen zwischen Bewunderung und Unverständnis. Ansonsten ist der Film von Ken Scott einer dieser Wohlfühlfilme, wie man sie aus Frankreich kennt, ein formelhaftes Biopic über und nach dem Roman von Medienanwalt Roland Perez, das gut startet mit viel Ironie und dichten Erzählmomenten und einem tollen, knalligen 60er-Jahre-Setting. Das erinnert an „Die fabelhafte Welt der Amélie“, kann den Elan allerdings nicht halten und schwächelt bald. Ein weiteres Highlight ist Pop-Ikone Sylvie Vartan, die sich selbst spielt und im hohen Alter im dann späteren Wohnzimmer für Roland singt – ist nicht nur für Fans großartig.VES

Ken Scott:

„Mit Liebe und Chansons“ (Neue Visionen).


★★★★☆ Sehenswert

Artikel 6 von 9