Der Cousin aus der Oberpfalz

von Redaktion

Intendant Sebastian Ritschel mit dem Zertifikat. © S. Guillot

Gleich vorweg: Regensburg ist kein kleiner Bruder der Bayerischen Staatsoper, eher ein Cousin. Der Titel „Staatstheater“, der am Wochenende verliehen wurde, heißt in diesem Fall: Das Haus bleibt in der Trägerschaft der Stadt Regensburg, der Freistaat wird aber seinen Zuschuss erhöhen. In den vergangenen fünf Jahren wurde die jährliche Überweisung mehr als verdoppelt. Derzeit beteiligt sich Bayern mit 42 Prozent an der Finanzierung, das sind 12,5 Millionen Euro. Ziel ist eine weitere schrittweise Erhöhung, bis Freistaat und Stadt das Theater zu je 50 Prozent finanzieren. Wann das sein wird, das weiß Intendant Sebastian Ritschel selbst noch nicht.

Nach Bayerischer Staatsoper, Staatsschauspiel, Gärtnerplatztheater, Nürnberg und Augsburg ist Regensburg das sechste bayerische Staatstheater. Als siebtes soll das Mainfrankentheater in Würzburg dazukommen. Denkbar wäre auch noch, dass die Bayreuther Festspiele, womöglich in Zusammenarbeit mit dem Bund, einen ähnlichen Status bekommen.TH

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