Ein Häschen, eine simple Gemüsesuppe – und die Welt inklusive der Götter auf dem Olymp flippt aus. Das Bilderbuch „Die wundersame Suppe des Monsieur Lepron“ beginnt ganz zart-romantisch mit einem Hasen, der einmal im Jahr für seine Familie eine gute Suppe kocht. Doch dann entwickelt sich daraus, gewürzt mit viel Magie, einer Prise Wildkräutern und einem leisen Windhauch, etwas, das Monsieur Lepron den Schlaf raubt. Etwas Gigantisches entsteht, etwas Globales mit viel Geld, Konsum, Dosensuppen und später Kritik von allen Seiten. Doch die Kunst des Kochens und die Macht der Träume siegen gegen die Albträume und lassen die sagenumwobene eine Geheimzutat in den Hasenbau zurückkehren. Die Zeichnungen unterstützen in jedweder Hinsicht die eindringliche Geschichte: Erst sind sie erdig, genießerisch, dann krass knallig und gehetzt. Doch am Ende kehrt auch farblich wieder Frieden ein.AMA
Giovanna Zoboli:
„Die wundersame Suppe des Monsieur Lepron“;
Bohem Press GmbH, 48 Seiten; 20 Euro.
★★★★★ Hervorragend