Ryan Binghams so archaische wie herzenswarme Americana-Songwriter-Nummern brauchen nichts außer einer Gitarre, gelegentlich eine Mundharmonika und die faszinierenden, ewig gültigen Wahrheiten, die der lebenserfahrene Musiker und Schauspieler in seine handgearbeiteten Stücke legt. Und doch gewinnt seine Musik von dieser Kooperation mit dem „Hired Gun“-Kollektiv The Texas Gentlemen. Nicht weil mehr gleichzeitig besser ist. Sondern weil die Truppe so lange feine Klangfarben aufträgt, bis das von Bingham grob gezeichnete Bild zu beinahe cineastischer Aussagekraft kommt – und man jeder Nummer anhört, wie viel Spaß alle haben. Der Kontrast der feinen Herren Gentlemen zu Binghams eher kraftvoll als virtuos gespielter Akustikgitarre ist spannend; sein Songwriting erreicht diesmal große Tiefe und Atmosphäre. CU
Ryan Bingham & The Texas Gentlemen:
„They call us the lucky Ones“(The BinghamRecording Co./ThirtyTigers).
★★★★★ Hervorragend