Im Händel-Haus in Halle (Saale) ist am Freitag die Ausstellung „Mannsbilder. Too hot to Händel?“ eröffnet worden. Mit der Schau würden historische und gegenwärtige Vorstellungen von Männlichkeit in Musik, Kunst und Gesellschaft verbunden, teilte ein Sprecher mit. Die Ausstellung begleitet die Händel-Festspiele, die unter dem Motto „Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ stehen. Vom 5. bis 14. Juni sind mehr als 80 Veranstaltungen in der Saalestadt geplant. Ausgehend von aktuellen Debatten über Männlichkeit, wie sie in der #MeToo-Debatte deutlich wurden, führt die Ausstellung in die Zeit von Georg Friedrich Händel (1685-1759). So geht es auch um die Frage, wie Macht, Stärke, Emotionalität oder Begehren im Barock dargestellt wurden. „Historische und gegenwärtige Vorstellungen von Männlichkeit treten dabei in einen spannenden Dialog, der die Wandelbarkeit des Begriffs erfahrbar macht“, hieß es. Zu den Exponaten gehört ein Händel-Anzug, der nach historischen Vorlagen erarbeitet wurde. Mit Gemälden, Comics, Musik und multimedialen Elementen bietet die Schau unterschiedliche Zugänge zum Thema.EPD