Vor 16 Jahren war Petr Popelka Gast bei der BR-Orchesterakademie. © Marcus Schlaf
Seine Karriere als Dirigent begann Petr Popelka in der Saison 2019/2020. Zuvor war er stellvertretender Solo-Kontrabassist der Staatskapelle Dresden. Popelka, Jahrgang 1986, wurde in Prag geboren. Als Kontrabassist wurde er am dortigen Konservatorium ausgebildet sowie in Freiburg. Mit 19 Jahren wurde er Mitglied des Prager Rundfunk-Sinfonieorchesters sowie 2009 Akademist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Seit 2016 widmete er sich zunehmend dem Dirigieren und erhielt Impulse etwa von Péter Eötvös, Alan Gilbert und Jaap van Zweden. In der Saison 2019/2020 wurde er „Conductor Fellow“ beim NDR Elbphilharmonie Orchester.
Dann ging es rasant weiter. Popelka wurde zum Chefdirigenten des Norwegischen Rundfunkorchesters in Oslo berufen (2020–2023) und leitete anschließend das Radio-Symphonieorchester Prag (2022–2026). Im Juni 2023 wurde er als Nachfolger von Andrés Orozco-Estrada als Chef der Wiener Symphoniker vorgestellt, Amtsantritt war im Herbst 2024.
An der Bayerischen Staatsoper würde Petr Popelka eine illustre Reihe an Pultstars fortsetzen. Die verpflichtete in jüngerer Zeit als Generalmusikdirektoren Vladimir Jurowski (2021-2029), Kirill Petrenko (2013-2021), Kent Nagano (2006-2013) und Zubin Mehta (1998-2006). Zu den großen Vorgängern gehören auch Wolfgang Sawallisch, Joseph Keilberth und Hans Knappertsbusch.TH