34 Jahre lang arbeitete Wilfried Eckstein fürs Goethe-Institut in Russland, Thailand, China, Vietnam und in den USA. Jetzt hat er seine Erinnerungen in einem höchst informativen Buch zusammengefasst, das sich mit dem Sprichwort „Andere Völker, andere Sitten“ nur teilweise beschreiben lässt. Es ging nicht nur darum, den fremden Nationen deutsches Kulturgut zu vermitteln, sondern – quasi Rückfahrkarte – auch darum, den Deutschen in der Heimat die zeitgenössische Kultur und Landesgeschichte des jeweiligen Gastlandes nahezubringen, also etwa einem zeitgenössischen Autor im Gastland einen deutschen Übersetzer zu vermitteln oder einem Sänger die Möglichkeit zu geben, seine Kunst auch in Deutschland vorzustellen. Ansonsten erfährt man viel Überraschendes wie etwa, dass der beliebteste Inhalt im russischen Diplomatengepäck die Gummibärli-Tüten eines bundesdeutschen Herstellers waren.HILO
Wilfried Eckstein:
„Freunde finden für Deutschland“.
Ergon, 171 Seiten; 49 Euro.
★★★★★ Hervorragend