Er lässt kein gutes Haar an seiner Branche: Star-Regisseur Quentin Tarantino (63) zieht in einer feurigen Gastkolumne im „Sight & Sound“-Magazin über die Filmindustrie her und schimpft, dass Hollywood zu einer „faden Wurstfabrik“ verkommen sei. Für ihn sei es „fast unmöglich“ geworden, sich heutzutage noch einen Film anzuschauen. Tarantinos Begründung: „Die heutigen Filmemacher wollen es mit allen Mitteln den Zuschauern recht machen, anstatt ihre eigenen Visionen auf die Leinwand zu bringen.“ Der Regisseur wettert weiter: „Fehler, Unwahrscheinlichkeiten, Fehlbesetzungen und oft einfach nur dummer Scheiß torpedieren jeden neuen Film, der aus dieser faden Wurstfabrik, die sich einst Hollywood nannte, herauskommt.“ Immerhin gab es einen „spannenden Cop-Thriller“ in den letzten Jahren, der den Oscar-Gewinner von Anfang bis Ende gefesselt habe: den Netflix-Film „The Rip“ mit Ben Affleck und Matt Damon.ANTIMIANI/DPA