23 ist die kalifornische Pop-Prinzessin Olivia Rodrigo jetzt. Auf ihrem dritten Album „You seem pretty sad for a Girl so in Love“ wird sie endgültig erwachsen – als Persönlichkeit und als Songschreiberin. Nachdem ihre Grammy-prämierten Platten „Sour“ und „Guts“ mit kargen Vier-Buchstaben-Titeln daherkamen, erzählt sie jetzt einen halben Roman: „Du wirkst ganz schön traurig für ein Mädchen, das so verliebt ist.“ Aber es gibt eben eine Menge zu erzählen auf einem Album „voller trauriger Liebeslieder“, wie die Sängerin verrät. Das tut sie auf ihre ganz eigene, oft skurrile Weise. „Maggots for Brains“, Maden statt Verstand, regieren in ihrem Gehirn, wenn der Kerl sie verlässt. In der Single „Drop Dead“ ahnt sie: „Küss mich, und ich fall tot um.“ Das ist auch musikalisch brillant verpackt, von Gitarrenballaden („Begged“) bis New Wave („Expectations“). Prinzessin Olivia auf dem Weg zur Pop-Königin.JH
Olivia Rodrigo:
„You seem pretty sad for a Girl so in Love“ (Geffen).
★★★★★ Hervorragend