Geht in die Schweiz: Joan Mirós „Peinture“. © A. Schultz
Ein seltenes Schlüsselwerk des spanisch-katalanischen Malers Joan Miró (1893-1983) hat bei einer Auktion des Traditionshauses Karl & Faber in München für über 2,4 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Das Gemälde „Peinture“ entstand im Sommer 1936 unter dem Eindruck des Spanischen Bürgerkriegs und gehört zu jener berühmten Masonit-Serie, die als eine der radikalsten Werkgruppen des Künstlers gilt. In ihr verdichtet Miró seine Bildsprache zu einer neuen, von existenzieller Spannung geprägten Ausdrucksform.
Seit mehr als 25 Jahren war auf dem deutschen Auktionsmarkt kein Miró-Werk von vergleichbarer Bedeutung angeboten worden. „Peinture“, das unter anderem in Retrospektiven der Tate Modern in London, des Guggenheim Museums Bilbao und des Tokyo Metropolitan Art Museum gezeigt wurde, stammt aus einer Privatsammlung und ging nun bei der Auktion „Moderne Kunst, Post War & Contemporary Art“ an einen Sammler in der Schweiz. Der Verkauf zählt zu den herausragenden Ergebnissen des laufenden deutschen Auktionsjahres.