BUCH

Gestückelter Monet

von Redaktion

Claude Monets Werke leben vom Zusammenspiel aus Licht, Schatten und Farbe. Den Augenblick einzufangen war sein Credo, doch der Betrachter muss sich Zeit nehmen und auch Zeit lassen, um all die (teils poetische) Kraft der Werke aufzunehmen. „Monet“ aus der Reihe „Große Meister der Kunst“ vom Prestel Verlag aber vermittelt vor allem zu Beginn anderes: Stellenweise liest sich die Einführung von Kunst- und Architekturhistorikerin Rosalind Ormiston wie schnell zusammengestückelt aus mehreren Fragmenten, dazu passen auch die abrupten Übergänge. Zudem hangelt sie sich mal von Lehrer zu Lehrer, mal von Ausstellung zu Finanzier. Nur kurz werden Monets Intentionen und Malprozesse erklärt. Die Verkaufsdaten der Werke erscheinen wichtiger. Das alles ist für Interessierte unbefriedigend. Die Bildauswahl dagegen ist spannend durchdacht, die Qualität der seitenfüllenden Drucke betont eindrucksvoll Monets Liebe zu Details.AMA

Rosalind Ormiston:

„Monet: Große Meister der Kunst.“ Prestel Verlag, 112 Seiten; 13 Euro.


★★★☆☆ Annehmbar

Artikel 7 von 7