Lena Schuldt vom Bundeskriminalamt hat nicht die geringste Lust, in das Ostsee-Grenzgebiet zu fahren. Der Tote am polnischen Strand ist doch wahrscheinlich einfach ertrunken. Nun muss sie mit der polnischen Polizei zusammenarbeiten, weil ein Funktionsträger im Innenministerium mit ihm befreundet war. Seltsam nur, dass der Leichnam einen großen Bernstein in der Kehle stecken hat. Schlimm wird es, als ein kleines Mädchen vermisst wird. Seine Eltern verbringen mit dem Mann und weiteren Freunden in einer Villa die Ferien. Schneller, als Lena, Kollege Adam Krawczyk und die Lesenden es kapieren, sind wir in einem Wirbel aus falschen Fährten, Vorurteilen, Finten, Lügen, Ängsten, alter Schuld und Verschwiegenem gefangen. Die Ermittelnden stolpern genauso hilflos durch die bald mit weiteren Leichen garnierten Ereignisse wie wir. Überlegene Detektiv-Gehirne gibt es hier mal nicht. Eine gute Erfahrung, nach der dieser erste Fall von Lena und Adam sicherlich Fortsetzungen finden wird.SIDA
Frank Goldammer:
„Strandopfer“. Rororo, 414 Seiten; 14 Euro.
★★★★☆ Lesenswert