Eine Auszeichnung als Aufforderung

von Redaktion

25. Verleihung des Friedenspreises „Die Brücke“ im Münchner Cuvilliéstheater

Erster Auftritt nach dem Tod ihres Enkels: Diana Körner. © ABR-Pictures/Schönberger

Die Preisträger: Ilker Çatak, Edgar Reitz, Daniela Magnani-Hüller und Schauspieler Dominik Maringer mit Gastgeberin Elisabeth Wicki-Endriss.

Dieser Abend bildet traditionell den – vorgezogenen – Auftakt des Münchner Filmfests: Die Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Films – Die Brücke“. Zum 25. Mal bat Gastgeberin Elisabeth Wicki-Endriss Filmschaffende ins Münchner Cuvilliéstheater, um mit diesem Preis ein Zeichen zu setzen für „Toleranz, für Menschenrechte und Frieden“, so die Witwe des legendären Filmemachers Bernhard Wicki, der einst mit dem Anti-Kriegsfilm „Die Brücke“ (1959) Filmgeschichte schrieb.

In diesem Jahr entschied sich die Jury für vier außergewöhnliche Künstler, u.a. für den Berliner Ilker Çatak, der für seinen Film „Gelbe Briefe“ den Friedenspreis, dotiert mit 7500 Euro, erhielt. Der 42-Jährige, Sohn türkischer Einwanderer, wurde bereits für seinen Film, der sich mit der schwierigen Situation von Kunstschaffenden in der Türkei auseinandersetzt, auf der diesjährigen Berlinale gefeiert und mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Den Ehrenpreis fürs Lebenswerk nahm Edgar Reitz, mittlerweile 93-jährig, entgegen. Der Regisseur ist hauptsächlich durch seine „Heimat“-Filmreihe bekannt geworden. Reitz lebt aktuell in München. In der Sparte International freute sich Cherien Dabis für seinen Film „Im Schatten des Orangenbaums“ über die Auszeichnung, die stellvertretend Schauspieler Dominik Maringer entgegennahm. Die Münchnerin Daniela Magnani Hüller erhielt den Debütfilmpreis für „Was an Empfindsamkeit bleibt“.

Unter die Gäste mischte sich auch Schauspielerin Diana Körner, die erst vor wenigen Wochen ihren Enkel Remo auf tragische Weise verlor. Der 19-Jährige ertrank in der Isar. Sie stand ihrer Tochter Lara Joy-Körner, der Mutter von Remo, in dieser schweren Zeit zur Seite. Körners Besuch beim Friedenspreis im Cuvilliéstheater ist ihr erster öffentlicher Auftritt.

Ebenfalls am Montagabend bei der Preisverleihung dabei: Ex-Fernseh-Nonne Janina Hartwig mit ihrem Lebensgefährten, dem ehemaligen Landshuter Bürgermeister Alexander Putz, Schauspielerin Marisa Burger, die als Sekretärin bei den „Rosenheim Cops“ ausgestiegen ist und sich jetzt im Theater eine neue Karriere aufbaut. Auch dabei: Fritz-Wepper-Witwe Susanne Kellermann, Schauspielerin Ilse Neubauer, Filmlegende Monika Peitsch, Ex-„Soko“-Star Wilfried Klaus mit seiner Ehefrau Wera und u.v.a.MARIA ZSOLNAY

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