Wie fühlt es sich an, wenn der Erfolg weiterzieht? Lorenz „Larry“ Hart (Ethan Hawke) schrieb mit Komponist Richard Rogers (Andrew Scott) gefeierte Musicals und Hits wie das titelgebende „Blue Moon“. An „Oklahoma!“ wollte Hart nicht mitwirken, Rogers feiert die Premiere mit anderem Partner – und wird noch erfolgreicher. Das ist schrecklich für den angeschlagenen, alkoholkranken Hart, umso mehr, als er sich dem Feiern der anderen aussetzt, es kommentiert und ins Fabulieren gerät. Richard Linklater hat das in Echtzeit gedreht und nach dem temporeichen Drehbuch von Robert Kaplow als Kammerspiel inszeniert. Die dichte Atmosphäre unterstreicht das Leiden und alle anderen Gefühle dieses abgestürzten Künstlers, die Hawke auf eindrückliche Weise auf die Leinwand wirft. Das ist ein mitreißendes emotionales Feuerwerk und ein Fest für alle, die Sprachkunst lieben.VES
Richard Linklater:
„Blue Moon“ (Plaion Pictures).
★★★★★ Hervorragend