Mit dem dunklen Timbre einer Siebziger-Jahre-Rock-Chanteuse, mit cineastischen Songtexten und einem weit gefassten Verständnis von „Blues“: Die Sängerin und Komponistin Denise La Grassa taufte ihr neues Album A Crossroads Communion“, was man vielleicht sehr frei mit Kommunion an der Kreuzung übersetzen könnte. Es könnte aber auch für eine Gemeinschaft am Scheideweg stehen. La Grassa & Band wollen zweierlei: Erstens, den Blues-Pionieren von R. L. Burnside bis Memphis Minnie huldigen und zweitens, das Genre ins Hier und Jetzt holen. Das tun sie, indem sie den bluesgrundierten Songs Einfärbungen von anderen Stilrichtungen gestatten. Das klingt so wild, wie es sich liest, ist dabei aber erstaunlich kohärent: Country-Rhythmen, ein Deut Twang, trocken angerissene Rock-Gitarre, spröde Akustikgitarre, Psychedelic Rock und Classic-Rock-Drama treffen aufeinander. CU
Denise La Grassa:
„A Crossroads Communion“ (Deelagee Records).
★★★★☆ Hörenswert