ALBUM

Wie von der KI kuratiert

von Redaktion

Die Könige des Heavy Metal sind natürlich aller Ehren wert, und darum kann man Judas Priest auch zum wiederholten Male mit einem Best-of-Album bedenken. Die Frage ist allerdings schon, wen man mit der aktuellen Werkausgabe erreichen will. Die CD bietet 16 Songs, immerhin einen von fast jedem Album aus 50 Jahren. Abstrus wird es allerdings auf Vinyl. Statt das Programm des Silberlings auf zwei LPs zu verteilen, speckte man abermals ab: zehn Songs. Da tun sich so viele Lücken auf, dass sich Fans fühlen müssen, als hätte Sänger Rob Halford sie mit seiner Nilpferdpeitsche erwischt – sogar für Neueinsteiger lohnt sich das kaum. Auch die Anordnung irritiert: „You’ve got another Thing coming“ als Eröffnungsstück, wo doch „Painkiller“ oder „Electric Eye“ sinniger wären. Beim Blick auf das Cover, das mit Infos zur Band komplett geizt, stellt sich die Frage: Sehen so jetzt Best-ofs aus, wenn die KI übernimmt?

Judas Priest:

„The Best of“ (Sony).


★★★☆☆ Annehmbar

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